Widukind – eine postmortale Karriere über zwölf Jahrhunderte
Minden (DVM). Zu einem ebenso historischen wie hochaktuellen Vortrag lädt der Dombau-Verein Minden (DVM) am Donnerstag, 19. Februar, um 19.30 Uhr ein. Im Vortragsraum (1. OG) im Haus am Dom, Kleiner Domhof 30, spricht Dr. Olav Heinemann vom Widukind-Museum Enger über „Widukind. Eine postmortale Karriere im Überblick“.
Vor mehr als 1200 Jahren schrieb einer der ersten namentlich bekannten Westfalen Geschichte: Widukind – auch bekannt als Wittekind. Als Gegenspieler Karls des Großen steht er wie kaum eine andere Figur für die dramatischen Umbrüche der Sachsenkriege und die Christianisierung Norddeutschlands. Doch seine eigentliche Wirkungsgeschichte begann erst nach seinem Tod.
Olav Heinemann zeichnet in seinem Vortrag die außergewöhnliche „postmortale Karriere“ des Sachsenherzogs nach. Über zwölf Jahrhunderte hinweg wurde Widukind immer wieder neu gedeutet, vereinnahmt, verklärt oder politisch instrumentalisiert. Mal erschien er als Freiheitsheld, mal als christlicher Fürst, mal als identitätsstiftende Symbolfigur einer Region. Seine anhaltende Präsenz in Westfalen – von Denkmälern über Straßennamen bis hin zu Museen – zeigt, wie lebendig historische Figuren im kollektiven Gedächtnis bleiben können.
Anhand ausgewählter Beispiele wird deutlich, welche „Gebrauchswerte“ man Widukind in den jeweiligen Epochen zuschrieb. Dabei zeigt sich, wie sich sein Bild wandelte – und zugleich in zentralen Motiven erstaunlich konstant blieb. Der Vortrag eröffnet damit nicht nur einen Blick auf eine Schlüsselfigur der frühmittelalterlichen Geschichte, sondern auch auf grundlegende Fragen historischer Erinnerungskultur: Wer erinnert? Warum? Und mit welchem Ziel?
Heinemann ist wissenschaftlicher Leiter des Widukind-Museum Enger und gilt als ausgewiesener Kenner der Widukind-Rezeption. Mit fundierter Sachkenntnis und anschaulichen Beispielen wird er die vielschichtige Wirkungsgeschichte dieser historischen Persönlichkeit beleuchten.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Haus am Dom, Vortragsraum 1. OG, Kleiner Domhof 30, 32423 Minden. Der Eintritt ist frei.
Minden (DVM). Zu einem ebenso historischen wie hochaktuellen Vortrag lädt der Dombau-Verein Minden (DVM) am Donnerstag, 19. Februar, um 19.30 Uhr ein. Im Vortragsraum (1. OG) im Haus am Dom, Kleiner Domhof 30, spricht Dr. Olav Heinemann vom Widukind-Museum Enger über „Widukind. Eine postmortale Karriere im Überblick“.
Vor mehr als 1200 Jahren schrieb einer der ersten namentlich bekannten Westfalen Geschichte: Widukind – auch bekannt als Wittekind. Als Gegenspieler Karls des Großen steht er wie kaum eine andere Figur für die dramatischen Umbrüche der Sachsenkriege und die Christianisierung Norddeutschlands. Doch seine eigentliche Wirkungsgeschichte begann erst nach seinem Tod.
Olav Heinemann zeichnet in seinem Vortrag die außergewöhnliche „postmortale Karriere“ des Sachsenherzogs nach. Über zwölf Jahrhunderte hinweg wurde Widukind immer wieder neu gedeutet, vereinnahmt, verklärt oder politisch instrumentalisiert. Mal erschien er als Freiheitsheld, mal als christlicher Fürst, mal als identitätsstiftende Symbolfigur einer Region. Seine anhaltende Präsenz in Westfalen – von Denkmälern über Straßennamen bis hin zu Museen – zeigt, wie lebendig historische Figuren im kollektiven Gedächtnis bleiben können.
Anhand ausgewählter Beispiele wird deutlich, welche „Gebrauchswerte“ man Widukind in den jeweiligen Epochen zuschrieb. Dabei zeigt sich, wie sich sein Bild wandelte – und zugleich in zentralen Motiven erstaunlich konstant blieb. Der Vortrag eröffnet damit nicht nur einen Blick auf eine Schlüsselfigur der frühmittelalterlichen Geschichte, sondern auch auf grundlegende Fragen historischer Erinnerungskultur: Wer erinnert? Warum? Und mit welchem Ziel?
Heinemann ist wissenschaftlicher Leiter des Widukind-Museum Enger und gilt als ausgewiesener Kenner der Widukind-Rezeption. Mit fundierter Sachkenntnis und anschaulichen Beispielen wird er die vielschichtige Wirkungsgeschichte dieser historischen Persönlichkeit beleuchten.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Haus am Dom, Vortragsraum 1. OG, Kleiner Domhof 30, 32423 Minden. Der Eintritt ist frei.
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